CAMPUS das Camping-InfoPortal ist da

Hannes Müller und Ole Becker sind Gründer des Online InfoPortals CAMPUS

Camping ist zurück und damit auch das Lebensgefühl von Natur und draußen sein. Für alle, die Campingbetriebe managen, an der Rezeption ihr Bestes geben oder sich um das leibliche Wohl ihrer Gäste kümmern, tritt der Alltag allerdings in den Vordergrund.

Die letzten Monate waren für die Branche mehr als denkwürdig. Was wird aus dieser Zeit bleiben? Wie wird sich Camping in den nächsten Jahren verändern? Welche Trends werden Einzug halten? Dass die Branche sich ändern wird, davon sind Hannes Müller und Ole Becker von Campus überzeugt. Für sie ist Corona ein Katalysator für gleich mehrere Entwicklungen. Sie glauben, dass sich die Zielgruppe für Camping verbreitern wird und das sich Camping in Zukunft zu einer noch komplexeren Urlaubsform entwickeln wird. Die beiden Marketing- und Angebotsexperten, die mit ihrem Unternehmen TourTouch für Campingbetriebe in der DACH Region aktiv sind, haben die Coronazeit genutzt, um einen Teil ihrer Expertise auf Band zu bringen und ein Online-Lern-Portal für Campingbetriebe ins Leben gerufen: Den CAMPUS. „Wir kennen den Arbeitsalltag der Campingbranche und wir kennen die Wünsche einer kommenden Camper-Generation, erklärt Hannes Müller die Intention des Projekts. „Die Idee ist es, zu vernetzen und Themen, die Management und Rezeption in ihrem Alltag betreffen, kurz und professionell aufzubereiten.“ Zu den Themen gehören etwa Online-Buchbarkeit, Bewertungsmanagement oder Preissysteme deutscher Campingplätze. Müller und Becker sind überzeugte Camper, welche die Branche mitgestalten wollen und sehen bei ihren Kunden täglich die Herausforderungen, die eine neue Generation von Campern und das Post-Corona Reiseverhalten mit sich bringt. „Uns liegen vor allem die Themen Digitalisierung und Erlebnisdesign am Herzen. Unsere feste Überzeugung ist es, dass man kommenden Camper-Generationen einen einfachen Zugang und ein authentisches Camping-Erlebnis bieten muss“, beschreibt Ole Becker die Lieblingsthemen der Beiden. Der Campus stellt eine Plattform dar, auf der in kurzen und bündigen Fachvorträgen, Interviews und Tutorials über die relevantesten Themen der Branche berichtet wird.

Ein aktuelles und wichtiges Thema ist unter Anderem das Preissystem im Camping

Die Branche sieht sich einer ganzen Generation von Campern gegenüber, für die simple Preissysteme und direkt verfügbare Angebote kein nettes Extra, sondern eine Selbstverständlichkeit darstellen.

Das Internet setzt alte Regeln der Reisebranche außer Kraft: Alles muss einfach. Campingbetreiber haben die Aufgabe gewachsene Preisstrukturen radikal zu überdenken, um die Branche in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

KOMPLEXE PREISGEFÜGE. Viele Betriebe ärgern ihre Gäste mit langen Preislisten, komplexen Saisonzeiten, Buchungsbeschränkungen, Mindestübernachtungszahlen, Personengebühren, diversen Platzkategorien, Rabattkarten, verschiedenen Stromabrechnungssystemen, WLAN-Tickets oder Duschmarken. Vor allem im digitalen Zeitalter baut diese Komplexität eine Wand zwischen den Campingplätzen und ihren potenziellen Kunden. Nachvollziehbare Gründe sind die Versuche einerseits die Auslastung zu optimieren und andererseits bei Vergleichspreisen gut dazustehen. In jedem Fall gilt: Im Zuge der Digitalisierung ist es dringender denn je Preissysteme auslastungsorientiert und nutzerfreundlich zu kommunizieren.

BUCHDRUCK. Stolz und nicht gerade kostengünstig legen Campingbetreiber alljährlich die Konditionen für Ihre Produkte in gedruckten Büchern fest. Je nach Verlag werden Preise und Saisonzeiten durch Informationen, wie Platzgröße, Parzellierungsgrad, Dauercamperanteil und ggf. durch einen Vergleichspreis erweitert. Sicherlich sind das spannende Kennzahlen für das Management, in der Produktpräsentation an Endverbraucher wirken diese Infos aber fehlplatziert. Die teuer bezahlten und aufwändig erstellten Campingführer verstecken sich dann in den Handschuhfächern der Camper, vor dem Zeitalter der Digitalisierung. Von dort aus nehmen sie den Betreibern den Mut und auch die Möglichkeit für preisliche und angebotsgestalterische Veränderungen.

DIGITALE PREISE UND PAUSCHALEN. Wenn wir uns beispielsweise für ein City-Hotel interessieren, uns die Lage und die Zimmer gefallen, ist der nächste Schritt den Preis zu erfahren. Ohne ein Datum anzugeben sind in dieser Branche nur noch sehr selten „Echte Preise“ einsehbar. Preise werden hier vom Hotelier und seinem IT-System nach Bedarf festgelegt. In auslastungsschwachen Zeiten ist es vielleicht etwas günstiger und zur Messe etwas teurer. – Haupt- und Nebensaison eben. Die größten Unterschiede zur Campingbranche sind dabei, dass ausgedruckte und für ein Jahr gültige Preislisten hier kaum denkbar sind und der Postversand dieser Listen an Gäste damit ebenfalls. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass der Gast nicht mit den Details konfrontiert wird, aus denen sich der Preis letztendlich zusammensetzt. Ein Fakt, der oft zu Unstimmigkeiten führt.

Mehr Infos unter: www.tourtouch.de/campus

Fotokredit: campus/touttouch